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Aus: "Deutsche Orgelstraße".  Eine Initiative der Waldkircher Orgelstiftung       


In Arbeit,   op. 215    Baldachinorgel  II/12,   Hochschule für Musik  Nürnberg                                         Mai 2023



op. 214    I/6    Dresden, Kreuzkirche                                                                                                 Mai 2022 




op. 212    I/3   Coburg, St. Moriz                                                                                                        November 2021



op. 212 /  2021
Truhenorgel nach Gottlieb Näser (1734)
 

Gedeckt 8'
Eiche, H1 - f'''
Rohrflöte 4'
Bass/Diskant
Eiche, H1-H gedeckt, ab c° Rohrflöte
Schleifenteilung zwischen H und c° bei a' = 440 Hz
Principal 4'Eiche, c° bis f''

Tonumfang H1 bis f''',
Klaviaturumfang C bis f''', bei Spiel in hoher Lage C bis e''',
Transponiereinrichtung:  a' = 415 - 440 - 465 Hz

Gehäuse leicht geräuchert und geölt, aus massiver Eiche
Registermechanik aus eichenen Schwertern auf der Baßseite
Klaviatur aus Zwetschge und Ebenholz
Eiserne Tragegriffe am Obergehäuse

Zusätzlich ein Transportwagen (Tieflader-Ausführung)
  

Maße Oberteil (Windlade mit Pfeifenwerk):
BxHxT  100 x 70 x 52 cm, Gewicht 60 kg
  
Maße Unterteil (Gebläse und Keilbalg):
BxHxT  100 x 25 x 52 cm, Gewicht 28 kg

 


op. 211    I/3   Stuttgart, Internationale Bachakademie                                                                            Oktober 2021




op. 208    Feldberg/Schwarzw. (privat)                                                                                                     Mai 2021

I/3

Gedeckt 8'  Bass/Diskant
Principal 8'  Diskant ab f°
Flöte 4'       Bass/Diskant




                  Truhenorgeln im Jahr 2021



Überarbeitung der Kenter-Orgel in der ev. Jodokuskirche, Neubulach                                              September - Dezember 2020

Kenter-Orgel
in der ev. Jodokus-Kirche Neubulach

 
Gebaut 1861
für die entstehende ev. Kirche in Ebhausen,
erworben von der ev. Kirche Neubulach.
Erbauer Gruol & Blessing, Esslingen.
Mechanische Kegelladen.

 1901
Versetzen vom Chorraum auf die Westempore,
aus Platzgründen mit Gehäuseänderung.Weigle.

 1981
neue Schleifladen, neuer Spieltisch mit
elektrischer Registratur und 
klangliche Umgestaltung, Horst Kenter.

 2020
Überarbeitung der Kenter-Orgel und
klangliche Öffnung. Orgelbau J. Rohlf,
OSV BZK Stephen. Blaich,
OBM T. Merkle u. OBM T. Dehmel
.

                             

Seit der Neugestaltung der Orgel im Jahr 1981 erfuhr das Instrument keine generelle Reinigung, was nach fast 40 Jahren dringend anzeigt war.

 

Im Gutachten des Bezirkskantors Stephen Blaich, Orgelsachverständiger der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, wird der Weg der Orgel seit ihrer Erbauung 1861 genau beschrieben. Ihre ursprüngliche Konzeption, ausgenommen ein Teil des Orgelgehäuses und einige Pfeifenreihen von Blessing, ist nicht mehr vorhanden: Aus Kegelladen wurden Schleifladen, die Registerschaltung wurde elektrifiziert und das Pfeifenwerk neu eingerichtet.  


Unser Anliegen betraf, neben der Reinigung, das Herausarbeiten eines offenen, gesunden Klanges, der in dem Instrument von 1981 angelegt war:

 


·        Allem voran bekam das Pfeifenwerk eine gemeinsame „Lunge“, indem die Einzelbälge zu einer gemeinsamen Windanlage verbunden wurden. Das Medium des Orgelklanges ist der Wind. Das Verschmelzen des Klanges beginnt an diesem Ort.

 

·        Eine wesentliche Zuwendung galt dem Pfeifenwerk, das auf den neu eingerichteten Wind eingestellt wurde. Dem Wind wurde über den Pfeifenfuß und die Kernspalte jeder einzelnen Orgelpfeife der Zugang zum Oberlabium (Oberlippe) geöffnet, und die Größe des Aufschnitts (Öffnung des Mundes) sehr genau auf den entsprechenden Ton eingestellt. Dadurch geschieht das, worauf der Sänger achtet, wenn er seinen Gesang am Zwerchfell stützt. Die Tonhöhe sehr vieler Pfeifen stieg dadurch beachtlich, so dass die weit geöffneten Stimmvorrichtungen zugelötet werden mussten.

 


·        Auch wurde in den Manualen eine direkte Verbindung zwischen der Tasten- und Ventilbewegung hergestellt, um dem Organisten eine präzise Einflussnahme auf die Tonansprache zu ermöglichen.

 


·        Das Zungenregister im Schwellwerk, das Holzdulcian, bekam neue Schallbecher von Zinn, so dass es sehr vielfältig eingesetzt werden kann.

 

Wir freuen uns, wenn der geöffnete Orgelklang einem lebendigen Gottesdienst und dem Konzert bereichernd dienen wird.


Johannes Rohlf


     Die fünf Register der ursprünglichen Orgel von Blessing sind eine Octave 4‘, eine Rohrflöte 4‘, ein Nasat 2 2/3‘, eine Octave 2‘ und eine Terz 1 3/5‘.
     Sie sind gekonnt gebaut und mit eleganten Schriftzügen versehen:

 


                                              

                       Octav 4‘, Ds                                                      Nasat 2 2/3‘. Cs                           Octav 2‘, C, aufgerückt zum Cs


    Inschriften im Orgelgehäuse



          Gehäuse restauriert im Jahre 1983,
          Firma Fritz Auer Schreinerei Neubulach
          mit großer Freude und viel Liebe als Organist,
          gefertigt zu Ehren des Herrn

          Fritz Auer                   


      Dieses schöne .......... 1882 durch .......... Stuttgart..........
   und gestimmt ........ //  wieder Aufgebaut

        Gotthold Mühleisen / Erwin Fehrle / Juni 1928
        Hauptausreinigung gemacht



Opus 210, Truhenorgel nach Bad Oldesloe (privat)                                                                        November 2020

I/4

Gedeckt 8'  Bass/Diskant
Principal 8'  Diskant
Flöte 4'       Bass/Diskant
Flöte 2'      



Opus 207, Truhenorgel nach Leipzig (privat)                                             August 2020

I / 3

Gedeckt 8'   H1 - f³ (Holz)
Flöte 4'        Bass/Diskant
Principal 4'   Diskant


Orgelreinigung  Ölbronn-Dürrn  op. 132,  II/13,  Baujahr 2000                        Mai 2020



Orgelreinigung und Schimmelbehandlung  Hofgeismar op. 177,  Baujahr 2009               Mai 2020



Opus 48 auf dem Weg von Freiburg nach Bamberg
Von März bis Mai wurde die 2-manualige Orgel aus dem Jahre 1979 bei uns in der Werkstatt technisch und klanglich aufgearbeitet.


März 2020, Reinigung unseres 1969 gebauten Opus 7  ( II / 9 )

Die „Vater-Unser-Kapelle in Buchenbach-Unteribental“, erbaut 1965 bis 1967 von Werner Groh (1919-2011) wurde durch die Landesdenkmalpflege komplettsaniert.

In der Nische mit der 7. Bitte des Vaterunser: „Sondern erlöse uns von dem Bösen“, werden durch Musikinstrument und Uhr Vergänglichkeit und Ewigkeit angesprochen. Anregung für die Gestaltung war ein engadiner hölzernes Uhrwerk, das sich gut in den Orgelprospekt einfügen ließ. Der Pendelschlag von einer Sekunde lässt das bewegliche Ziffernblatt innerhalb einer Stunde von Tierkreiszeichen zu Tierkreiszeichen wandern, sichtbar durch das Werkzeug des Sensenmanns.

Vater-Unser-Kapelle


Opus 206, Truhenorgel nach Crostau an der Seite der Gottfried Silbermann-Orgel                                                       Dezember 2019

 Disposition und Ausstattung:

Gedackt 8'
Fichte / Eiche, Schleifenteilung bei e°/ f°
Principal 8'

Eiche , f° - f'''
Flöte 4'
C-h° gedeckt, f''- f''' offen, Fichte / Eiche, Schleifenteilung bei e° / f°
Octave 2'
C-H gedeckt, c°-f'' offen in Eiche, fs''-f''' Metall



Klaviaturumfang
C - f³
Tonumfang
Kontra H - f³
Transponiereinrichtung
a‘ 415, 440 u. 465 Hz
Temperierung
Bach / Kellner
Klaviatur
Zwetschge und Ebenholz
Gehäuse mit Karolingischem Blumenmotiv

Eiche geräuchert u. geölt
Registermechanik
eichene Schwerter auf der Bass-Seite
Schmiedeeiserne Traggriffe


Grundfläche

100,8 cm x 57,4 cm
Höhe, Oberteil mit Pfeifenwerk
70 cm
Höhe, Unterteil
24,4 cm, mit Keilbalg und Windmaschine der Fa. Laukhuf
    




Bilder von der Fertigung der einzelnen Gewerke:
Gehäuse:
Windlade:
Windanlage:
Holzpfeifen:
Metallpfeifen:Oktober bis Dezember 2019
Klaviatur:
Registermechanik:
Und schließlich die fertige Orgel:



 Bau und Lieferung einer Truhenorgel für die Ev.-Luth.-Kirche St. Laurentii in Itzehoe               20.09.2019
                                                                                                                                                                      

  Disposition und Ausstattung:

Gedackt 8'
Fichte / Eiche
Flöte 4'
Fichte /Eiche
Octave 2'
Eiche, f‘‘-f‘‘‘ Zinn



Klaviaturumfang
C - f³
Tonumfang
Kontra H - f³
Transponiereinrichtung
a‘ 415, 440 u. 465 Hz
Klaviatur
Buchsbaum und Ebenholz
Gehäuse mit karolingischem Gittermotiv

Eiche geräuchert u. geölt
Registermechanik
eichene Schwerter auf der Bass-Seite
Schmiedeeiserne Traggriffe

Grundfläche

100,8 cm x 50 cm
Höhe, Oberteil mit Pfeifenwerk
69 cm
Höhe, Unterteil
24,4 cm, mit Keilbalg und Windmaschine der Fa. Laukhuff
    





  Sanierung der elektro-pneumatischen Reiser-Orgel  op. 265 von Waldachtal-Salzstetten,  St. Agatha

In der Pfarrkirche St. Agatha in Waldachtal - Salzstetten wurde am 13. Juni durch Kirchenmusikdirektor Karl Echle
als Orgelsachverständiger der Diözese Rottenburg-Stuttgart die generalüberholte Orgel abgenommen.

Im Jahr 1894 entstand in Waldachtal-Salzstetten eine für diese Zeit hochmoderne neue Kirche, wieder der Hl. Agatha von Catania, Sizilien, geweiht.
Diese wunderbar proportionierte neugotische Kirche erhielt 1955 eine Orgel der Firma A. Reiser von Biberach a.d.R. als op. 265 mit einem Prospektentwurf,
wie man ihn heute wohl wieder entwerfen würde, und wie er zu dem solide verwirklichten Bauprinzip der elektro-pneumatischen Kegelladen-Orgel gehörte.   

Die Orgelsanierung ist nun abgeschlossen. Neben der Ausreinigung des Instruments und des Pfeifenwerks wurde die Orgel mit einem neuen Gleichrichter zur Schwachstromversorgung ausgestattet und sowohl die Gesamtanlage als auch die internen Stromkreise individuell dosiert abgesichert.
Von den ca. 1.700 Membranen zur Steuerung der Ton- und Registerventile, also der „Kegel“, mussten mehr als 200 Stück ersetzt werden,
sowie auch ein Magnet der Spieltraktur.
Verschiedene Reparaturen einiger Holz- und Metallpfeifen wurden durchgeführt und mehrere Gehäusefüllungen mit ovalen Öffnungen versehen,
um künftig angesiedelten Schimmelbefall durch Luftaustausch zu verhindern.

Zum Schluss erfolgte durch die Orgelbaumeister Tobias Merkle und Thomas Dehmel eine behutsame Nachintonation und die Stimmung aller 30 Register.   

 Disposition

I. Hauptwerk C - g³  

II. Schwellwerk C - g³   

III. Rückpositiv C - g³

Pedal  C - f‘

Prinzipal 16'

Holzprinzipal 8‘

Quintade 8‘

Subbass 16‘

Prinzipal 8‘

Pommer 8‘

Blockflöte 4‘

Violonbass 16‘

Spitzgedackt 8‘

Salizional 8‘

Prinzipal 2‘

Gemshorn 8‘

Oktave 4‘

Koppelflöte 4‘

Quinte 1 1/3‘

Dolkan 4‘

Rohrflöte 4‘

Piffaro 4‘

Zymbel 3fach ½‘

Rauschbass III 16‘

Nasat 2 2/3‘

Waldflöte 2‘

Krummhorn 8‘

Liebl. Posaune 16‘

Nachthorn 2‘

Terz 1 3/5‘

Tremulant

 

Mixtur 3- 4fach 2‘

Scharff 4-5fach 1‘

 

 

Trompete 8‘

Rohrschalmey 8‘

 

 

 

Tremulant

 

 

Koppeln: II-I, III-I, III-II, I-P, II-P, III-P;
Pedalumschaltung II und III (frei einstellbar), Zungen ab, Walze ab;
2 freie Combinationen, Registercrescendo (Walze), Schwelltritt, Tutti.

  Impressionen von St. Agatha
St.Agatha  zu SalzstettenFreipfeifenprospekt der Reiser-Orgel von 1955
Entstauben des Schwellwerk-GehäusesBeseitigen des Schmutzes auf den 16' PfeifenAbsaugen der Rußpartikel und SpinnewebenElektromagnete zur Tonansteuerung der Membranleisten
Säubern und Kontrollieren aller Membranleistendie Membran- bzw. Tonleisten des Schwellwerksdefekte Membran-Bälgchen auf den Membranleisten werden ausgetauscht
eingerissene Stimmvorrichtungen machen eine präzise Stimmung und Stimmhaltung unmöglichfachgerechtes Zulöten der Stimmschlitzegerichtete Stimmrolle

Reinigen und Instandsetzen des PfeifenwerksSäubern der 16'-Prospektpfeifen

  Störenfriede, die für Tonausfälle und Dissonanzen sorgen:
mumifizierte Fledermausverirrter Falter in einer Zungenkehleauch Wespen verhindern das Schwingen der Stimmzungen...da möchte man kein Käfer sein...

 Maßnahmen für Sicherheit und Langlebigkeit:
neuer, zentraler Sicherungskasten für die Einzel-Werk-Absicherungmoderner, langlebiger Silizium-Gleichrichter mit KühlrippenAussägen von Öffnungen für eine bessere LuftzirkulationLuftaustausch-Schlitze im kühlen Treppenaufgang gegen Schimmelbildung


  Eine Truhenorgel für die Kantorei des St. Petri Domes in Bautzen                                       23.03.2019
                                                                                                      im Einvernehmen mit Orgelbau Eule

Truhenorgel für St. Petri in Bautzen
       Disposition :

    Gedackt 8'       Fichte / Eiche
     Flöte 4'
      Fichte / Birnbaum, ab c° Rohrfl. Schleifenteilung bei H / c°
            Holzprincipal 4'
      Fichte / Birnbaum, ab c°


Klaviatur- und Tonumfang
      Kontra H bis f³
Transponiereinrichtung
      a'  415, 440 und 465 Hz
Gehäuse
     Eiche, leicht gräuchert und geölt
Klaviatur
      von Zwetschge und Ebenholz
Gedeckt 8', Rohrfl. 4' (Bass u. Diskant), Principal 4', Gehäuse Eiche, handverputzt und noch unbehandelt Auf Wieder(sehen)hören in Bautzen

  Bau unterschiedlich disponierter Truhenorgeln

Verputzen des Gehäusesfertige Gehäuse der 3-Register-Truhen  (Ged. 8', Rohrfl. 4', Princ. 2')Klaviatur aus Zwetschge fertig zum Einbau
die fertigen Windladen, massiv EicheAnfertigen der Pfeifenstöcke
Gedeckt 8' -  PfeifenDrechseln der SpundgriffePfeifenspunde mit angedrechseltem Griff
Fertigung der Principal 2'-Pfeifen, f''- f''' aus Metall (Zinn/Blei)Principal 2'-Pfeifen noch mit Lötschutzfarbe





Neubau mit 21 Registern
Kirchenburg St. Georg in Effeltrich

Effeltrich Orgelentwurf
I. Manual C-g'''


Bourdon 16' 
Blei 
Hauptwerk


Principal 8'
82% Zinn, Prospekt




Rohrflöte 8'
Blei




Octave 4'
52% Zinn




Quinte 2 2/3'

52% Zinn




Octave 2'
52% Zinn




Terz 1 3/5'

52% Zinn




Mixtur III

52% Zinn




 

II. Manual C-g'''


Viola da Gamba 8'
52% Zinn




Gedackt 8'

Fichte




Flöte 4'

offen, Blei




Nasard 2 2/3‘
52% Zinn




Hohlflöte 2‘
52% Zinn




Terz 1 3/5' ab f°

52% Zinn




Quinte 1 1/3' ab f°

52% Zinn




Trompete 8'

52% Zinn




   

Pedal C-f'


Subbaß 16'
aus Bourdon 16' - Hauptwerk




Octavbaß 8'
aus Principal 8' - Hauptwerk




Octave 4'
aus Principal 8' - Hauptwerk




Fagott 16'






Trompete 8'

aus Trompete 8' - II. Manual

Burg- und Wehrkirche zu Effeltrich. Vor dem Tor steht schon der LKW mit der neuen Rohlf-Orgel.

Orgelweihe am 2. Adventssonntag, den 9. Dezember 2018, mit Erzbischoff Dr. Ludwig Schick und dem Bamberger Domorganisten Markus Willinger

KW46/ 2018
Transport und Montage der Orgel in der Kirche

 
 
 
KW41/ 2018
Die Prospektpfeifen sind eingebaut und vorintoniert. Alle Pfeifen sind aktuell noch mit Schutzfarbe gestrichen und werden erst kurz vor Anlieferung gewaschen.
Auch die Schleierbretter wurden montiert. Auf eine Vergoldung wird bewusst verzichtet.



KW39/ 2018
Der Bau des Principal 8' ist abgeschlossen. Nun geht es noch an die Zungenpfeifen.


Pfeifenbau  

KW34/ 2018
Das Pfeifenwerk wandert in die Orgel, auf der Intonierlade steht die Viola da Gamba des II. Manuals




KW30/ 2018
Die Orgel bekommt Wind und das Gedackt 8' erzeugt die ersten Klänge!
Halb hinter der Orgel stehen Balg und Windmaschine. Rechts auf der Intonierlade sind die Mixturpfeifen zu sehen.




KW26/ 2018
Die Windladen wurden in das Orgelgehäuse gelegt und werden über die Registermechanik und die Traktur (Tastenmechanik) mit dem Spieltisch verbunden



Der Balg, welcher aufrecht hinter der Orgel stehen wird und Windkanäle. Auch die „Holzstiefel“ des Fagott sind zu sehen.



Die Traktur unter den Windladen mit Wellenbrett und Winkeln




Die Pfeifen werden auf der Intonierlade vorintoniert

Effeltrich Vorintonation
Pfeifenbau Pfeifenbau
Die Platten werden nach einer Menurenliste zugeschnitten, aufgerollt und gelötet. Auf die Füße werden die Bleikerne gelötet.Die werdenden Pfeifen des Nasard 2 2/3‘
PfeifenbauPfeifenbau
Die gehobelten Platten werden mit einer Schutz- und Lötfarbe (Champagner Kreide und Gummi Arabicum) gestrichen Weitere Pfeifen sind für die Vorintonation zusammengesetzt. Die Schutzfarbe wird erst unmittelbar vor dem Transport nach Effeltrich abgewaschen

Gießen des Pfeifenmaterials

 
Aushobeln des Pfeifenmaterials

Hobeln und Ausdünnen des Pfeifenmaterials Hobeln und Ausdünnen des Pfeifenmaterials


Bau des Obergehäuses und der Hüte
 
 
Effeltrich Obergehäuse Effeltrich Gehäuse Effeltrich Gehäuse
Effeltrich Gehäuse
Untergehäuse und Einbau der Registerbäume

 
Effeltrich Gehäuse Effeltrich Gehäuse



Spieltisch

Effeltrich Spieltisch



Bau der Windladen - hier die Registerschleifen

Einbau der Trennschiede in die Kanzellen


Truhenorgel

Gedackt 8', Rohrflöte 4' und Principal 4'
mit karolingischem Gittermotiv


Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zu Kanzach

Späth (1893)

Ausreinigung und Nachintonation der Orgel von:  - Reiser (1973)    - Späth (1996)- Orgel


Disposition 2018:


I. Manual
II. Manual
Pedal
Principal 8'Holzgedackt 8'Subbaß 16'
Gemshorn 8'Rohrflöte 4'Gedacktflöte 8'
Oktave 4'Nachthorn 2'Choralbaß 4'
Principal 2'Quinte 1 1/3'
Mixtur 1 1/3'Trompete 8'Koppeln II/I, I/P, II/P

Tremulant


Die neu gestaltete Orgel wurde bei der Segnung am 27. Mai 2018 wunderbar artikuliert gespielt und musikalisch registriert vorgestellt

Kanzach - Kirche
Es ist Aufgabe und ein Vorrecht des Orgelbauers, sich dem Bau und Erhalt von Orgeln zu widmen. Der Musikinstrumentenbau und besonders der handwerkliche Orgelbau begleitet ja unser kulturelles Leben seit dem Beginn unserer Zeitrechnung und entwickelte sich für den, der es tut, zu einer wahrhaft Leben erfüllenden Aufgabe, die aus der Engführung zu Natur und Kultur lebt. Es sind die herrlichen Gotteshäuser der Christen, die seit dem frühen Mittelalter jedwede Stimme und in besonderer Weise jene der Orgel und dazu das Orgelspiel einfangen. Diese geschichtliche Entwicklung sorgte dafür, dass Orgelbau und Orgelspiel im vergangenen Jahr in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen wurden.
Einen dieser wiederklingenden Räume gibt es in Kanzach und dazu die Musiker, die diesen schönen Kirchenraum beleben. Kantor und Organist der Pfarrkirche in Kanzach, Volker Braig, ließ sich vom Orgelexperten Udo Rüdinger von Ravensburg bestätigen, dass die vorhandene Orgel aus dem Hause Späth und Reiser noch verborgenes Klangpotenzial besitzt, das mit entsprechender Zuwendung geweckt werden kann. Mit dieser Aufgabe wurde unsere Werkstatt dankenswerterweise betraut.
Die Arbeit am erneuerten Klang begann an den Bälgen, an der zur Verfügung-Stellung des Windes, am eigentlichen Medium des Orgelklanges. Bisher in drei unabhängig voneinander agierende Fraktionen aufgeteilt, wurde eine für die ganze Orgel gemeinsame Lunge eingerichtet, so dass der Wind nun kultiviert auf das Orgelspiel einwirkt. Im zweiten Schritt wurde jede einzelne Pfeife auf den neuen Wind eingestellt, so dass sie einen gesunden freien Klang entwickelt.
Der Orgel fehlte bisher ein Zungenregister. Im Vergleich zur Klarinette mit einem einfachen Rohrblatt, wird bei einer Zungenpfeife der Ton durch ein Messingblatt erzeugt, in diesem Fall aus besonders dünnem, gehämmertem Messing, wodurch ein sehr farbiger Klang entsteht. Diese Trompete kann durch kein anderes Register ersetzt werden. Sie ist Soloregister, mischt sich mit jedem anderen Register und verleiht darüber hinaus der Orgel ein eigenes Rückgrat.
Zur großen Freude der Kirchengemeinde und Musiker wird der neu gestaltete Klang vom Kirchenraum sehr gut getragen und aufgenommen. Diese Überarbeitung war eine sehr interessante Aufgabe für unsere Werkstatt. Wir hoffen und wünschen, dass die wiederbelebte Orgel die liturgische Feier festlich gestalten hilft, das Gebet hörbar bekräftigt und auch beim Konzert Erbauung und Freude schenkt.


Johannes Rohlf

Kanzach Ansicht Kanzach Ansicht
Kanzach - Einbau einer neuen Trompete Kanzach - Nachintonation von Rohrflöte und Mixtur
Kanzach - Bau der Trompete 8' Kanzach - Einbau von Gitterfüllungen
Kanzach - Intonation der Hohlflöte 2'und Zulöten der Stimmschlitze
Kanzach - gereinigtes Innenleben Kanzach - neue Führungsleiste für die Pedalabstrakten
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