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Orgelkonzerte - Die ROHLF-Orgel live Sechs Dipl.-Holzingenieure zu Besuch
Neubau mit 21 Registern
Kirchenburg St. Georg in Effeltrich

Effeltrich Orgelentwurf
I. Manual C-g'''


Bourdon 16' 
Blei 
Hauptwerk


Principal 8'
82% Zinn, Prospekt




Rohrflöte 8'
Blei




Octave 4'
52% Zinn




Quinte 2 2/3'

52% Zinn




Octave 2'
52% Zinn




Terz 1 3/5'

52% Zinn




Mixtur III

52% Zinn




 

II. Manual C-g'''


Viola da Gamba 8'
52% Zinn




Gedackt 8'

Fichte




Flöte 4'

offen, Blei




Nasard 2 2/3‘
52% Zinn




Hohlflöte 2‘
52% Zinn




Terz 1 3/5' ab f°

52% Zinn




Quinte 1 1/3' ab f°

52% Zinn




Trompete 8'

52% Zinn




   

Pedal C-f'


Subbaß 16'
aus Bourdon 16' - Hauptwerk




Octavbaß 8'
aus Principal 8' - Hauptwerk




Octave 4'
aus Principal 8' - Hauptwerk




Fagott 16'






Trompete 8'

aus Trompete 8' - II. Manual

KW26/ 2018
Die Windladen wurden in das Orgelgehäuse gelegt und werden über die Registermechanik und die Traktur (Tastenmechanik) mit dem Spieltisch verbunden

Montage

Der Balg, welcher aufrecht hinter der Orgel stehen wird und Windkanäle. Auch die „Holzstiefel“ des Fagott sind zu sehen.

Gießen

Die Traktur unter den Windladen mit Wellenbrett und Winkeln


Effeltrich Traktur

Die Pfeifen werden auf der Intonierlade vorintoniert

Effeltrich Vorintonation
Pfeifenbau Pfeifenbau
Die Platten werden nach einer Menurenliste zugeschnitten, aufgerollt und gelötet. Auf die Füße werden die Bleikerne gelötet.Die werdenden Pfeifen des Nasard 2 2/3‘
PfeifenbauPfeifenbau
Die gehobelten Platten werden mit einer Schutz- und Lötfarbe (Champagner Kreide und Gummi Arabicum) gestrichen Weitere Pfeifen sind für die Vorintonation zusammengesetzt. Die Schutzfarbe wird erst unmittelbar vor dem Transport nach Effeltrich abgewaschen

Gießen des Pfeifenmaterials

Gießen Gießen Gießen 
Gießen Gießen Gießen
Aushobeln des Pfeifenmaterials

Hobeln des Pfeifenmaterials Hobeln des Pfeifenmaterials


Bau des Obergehäuses und der Hüte
 
 
Effeltrich Obergehäuse Effeltrich Gehäuse Effeltrich Gehäuse
Effeltrich Gehäuse Effeltrich Gehäuse
Effeltrich Gehäuse Effeltrich Gehäuse
Untergehäuse und Einbau der Registerbäume

 
Effeltrich Gehäuse Effeltrich Gehäuse



Spieltisch

Effeltrich Spieltisch
Effeltrich Spieltisch Effeltrich Spieltisch Effeltrich Spieltisch


Bau der Windladen - hier die Registerschleifen

Effeltrich Windladen Effeltrich Windladen
Einbau der Trennschiede in die Kanzellen

Effeltrich Windladen Effeltrich Windladen

Truhenorgel

Gedackt 8', Rohrflöte 4' und Principal 4'
mit karolingischem Gittermotiv

Truhenorgel Gitterdesign

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zu Kanzach

Ausreinigung und Nachintonation der Späth (1893)-Reiser (1973) - Späth (1996)- Orgel


Disposition 2018:


I. Manual
II. Manual
Pedal
Principal 8'Holzgedackt 8'Subbaß 16'
Gemshorn 8'Rohrflöte 4'Gedacktflöte 8'
Oktave 4'Nachthorn 2'Choralbaß 4'
Principal 2'Quinte 1 1/3'
Mixtur 1 1/3'Trompete 8'Koppeln II/I, I/P, II/P

Tremulant


Die neu gestaltete Orgel wurde bei der Segnung am 27. Mai 2018 wunderbar artikuliert gespielt und musikalisch registriert vorgestellt

Kanzach - Kirche
Es ist Aufgabe und ein Vorrecht des Orgelbauers, sich dem Bau und Erhalt von Orgeln zu widmen. Der Musikinstrumentenbau und besonders der handwerkliche Orgelbau begleitet ja unser kulturelles Leben seit dem Beginn unserer Zeitrechnung und entwickelte sich für den, der es tut, zu einer wahrhaft Leben erfüllenden Aufgabe, die aus der Engführung zu Natur und Kultur lebt. Es sind die herrlichen Gotteshäuser der Christen, die seit dem frühen Mittelalter jedwede Stimme und in besonderer Weise jene der Orgel und dazu das Orgelspiel einfangen. Diese geschichtliche Entwicklung sorgte dafür, dass Orgelbau und Orgelspiel im vergangenen Jahr in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufgenommen wurden.
Einen dieser wiederklingenden Räume gibt es in Kanzach und dazu die Musiker, die diesen schönen Kirchenraum beleben. Kantor und Organist der Pfarrkirche in Kanzach, Volker Braig, ließ sich vom Orgelexperten Udo Rüdinger von Ravensburg bestätigen, dass die vorhandene Orgel aus dem Hause Späth und Reiser noch verborgenes Klangpotenzial besitzt, das mit entsprechender Zuwendung geweckt werden kann. Mit dieser Aufgabe wurde unsere Werkstatt dankenswerterweise betraut.
Die Arbeit am erneuerten Klang begann an den Bälgen, an der zur Verfügung-Stellung des Windes, am eigentlichen Medium des Orgelklanges. Bisher in drei unabhängig voneinander agierende Fraktionen aufgeteilt, wurde eine für die ganze Orgel gemeinsame Lunge eingerichtet, so dass der Wind nun kultiviert auf das Orgelspiel einwirkt. Im zweiten Schritt wurde jede einzelne Pfeife auf den neuen Wind eingestellt, so dass sie einen gesunden freien Klang entwickelt.
Der Orgel fehlte bisher ein Zungenregister. Im Vergleich zur Klarinette mit einem einfachen Rohrblatt, wird bei einer Zungenpfeife der Ton durch ein Messingblatt erzeugt, in diesem Fall aus besonders dünnem, gehämmertem Messing, wodurch ein sehr farbiger Klang entsteht. Diese Trompete kann durch kein anderes Register ersetzt werden. Sie ist Soloregister, mischt sich mit jedem anderen Register und verleiht darüber hinaus der Orgel ein eigenes Rückgrat.
Zur großen Freude der Kirchengemeinde und Musiker wird der neu gestaltete Klang vom Kirchenraum sehr gut getragen und aufgenommen. Diese Überarbeitung war eine sehr interessante Aufgabe für unsere Werkstatt. Wir hoffen und wünschen, dass die wiederbelebte Orgel die liturgische Feier festlich gestalten hilft, das Gebet hörbar bekräftigt und auch beim Konzert Erbauung und Freude schenkt.


Johannes Rohlf

Kanzach Ansicht Kanzach Ansicht
Kanzach - Einbau einer neuen Trompete Kanzach - Nachintonation von Rohrflöte und Mixtur
Kanzach - Bau der Trompete 8' Kanzach - Einbau von Gitterfüllungen
Kanzach - Intonationder Oktave 2' und Zulöten der Stimmschlitze Kanzach - Intonation der Hohlflöte 2'und Zulöten der Stimmschlitze
Kanzach - gereinigtes Innenleben Kanzach - neue Führungsleiste für die Pedalabstrakten
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